{"id":162,"date":"2014-02-21T21:40:59","date_gmt":"2014-02-21T21:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.goucher.edu\/german\/?p=162"},"modified":"2015-06-26T18:15:55","modified_gmt":"2015-06-26T18:15:55","slug":"das-weihnachtsmarkt-wunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.goucher.edu\/german\/das-weihnachtsmarkt-wunder\/","title":{"rendered":"Das Weihnachtsmarkt Wunder"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\">von Nancy Etzkorn<\/p>\n<p>Der Wind blies durch die Stra\u03b2en in einer kalten Nacht in diesem Winter. Die Sonne war gerade untergegangen, und entz\u00fcndete Kerzen gl\u00e4nzten in den Fenstern der hohen Stadtgeb\u00e4ude. Ein kleiner Junge, der in einem sch\u00e4bigen Schal und einem ausgef\u00e4rbten alten Mantel eingewickelt, ging schnell die Stra\u00dfe hinunter. Er kam aus dem Haus seiner Tante und ging zu Fu\u00df nach Hause. Seine Tante k\u00fcmmerte sich um ihn, w\u00e4hrend seine Mutter \u00dcberstunden f\u00fcr die Weihnachtszeit arbeitete. Seine Wangen leuchteten rot vor klirrender K\u00e4lte und seine Hand, die in der Tasche war, hielt das Geld, das seine Mutter ihm gegeben hatte, fest umklammert.<\/p>\n<p>Er war von den Lichtern und den goldenen und roten Zelten fasziniert, als er \u00fcber den Weihnachtsmarkt ging. Die M\u00e4nner und Frauen beeilten sich ihre Produkte einzupacken, um zu ihren Familien und in ihre warme H\u00e4user zur\u00fcckzukehren, weil es Heiligabend war. Als er zu dem letzten Stand ging, sah er den allersch\u00f6nsten gestickten Weihnachtsstrumpf. Er blieb stehen und f\u00fchlte das Geld in seiner Tasche. Er starrte auf den Boden, um sich zu erinnern, dass seine Mutter ihm ihr letztes Gehalt gegeben hatte, um einen Laib Brot zu kaufen.\u00a0 Dies w\u00e4re das einzige Essen, das sie diese Woche zu essen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df, ich sollte das nicht machen, aber sie hat so hart gearbeitet in letzter Zeit. Vielleicht w\u00fcrde sie das aufheitern!\u201c dachte er. Er n\u00e4herte sich dem alten Mann, der in Rot gekleidet, an einem Stand etwas verkaufte. Der kleine Junge tippte ihm auf die Schulter. Der alte Mann drehte sich um. Er hatte einen dicken wei\u00dfen Bart und rosige Wangen und er l\u00e4chelte den kleinen Jungen freundlich an. \u201eEntschuldigen Sie mich!\u201c sagte der kleine Junge. \u201eWie viel kostet dieser Weihnachtsstrumpf?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Preis betr\u00e4gt zwanzig Mark, aber ich werde es dir f\u00fcr nur zehn verkaufen!\u201c sagte der alte Mann. Der kleine Junge sortierte das Geld in seinen H\u00e4nden. Das war alles, was er hatte.<\/p>\n<p>\u201eJa. Das kann ich Ihnen geben\u201c sagte er nerv\u00f6s und reichte ihm das Geld. Der alte Mann gab ihm den Weihnachtsstrumpf. Er sah auf den sch\u00f6nen Strumpf in den H\u00e4nden und ein breites Grinsen entstand auf seinem Gesicht. \u201eVielen Dank!\u201c rief er, als er weg ging. Er war so aufgeregt, dass er den ganzen Weg nach Hause lief. Er hing den Weihnachtsstrumpf \u00fcber den alten Holzofen in der Ecke ihres Wohnzimmers und er l\u00e4chelte. Er fand seine Mutter in der K\u00fcche. Sie war auf ihrem Stuhl zusammengesunken und nippte an einer Tasse Kaffee. \u201eHallo, mein Junge\u201c sagte sie mit einen schwachen L\u00e4cheln. \u201eHast du vergessen, das Brot mit nach Hause zu bringen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe eine \u00dcberraschung f\u00fcr dich. Komm mit!\u201c sagte er, als er sie bei der Hand nahm. Er f\u00fchrte sie ins Wohnzimmer. \u201eSchau mal!\u201c sagte er, als er auf dem Weihnachtsstrumpf zeigte.<\/p>\n<p>\u201eDu kaufst diesen Socken statt Essen f\u00fcr uns zu kaufen?!\u201c schrie sie. \u201eWas hast du getan? Jetzt werden wir nichts zu essen haben! Geh in dein Zimmer!\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber Mutti!\u201c wimmerte er.<\/p>\n<p>\u201eGeh schnell\u201c sagte sie streng. Tr\u00e4nen f\u00fcllten seine Augen. Er lief in sein Zimmer und verriegelte die T\u00fcr. Er legte sich auf sein Bett. Seine Mutter klopfte an seine T\u00fcr. &#8220;Es tut mir leid Schatz. Alles wird in Ordnung kommen&#8221;, sagte sie leise. Sie hielt inne, aber er sagte nichts. &#8220;Gute Nacht. Ich liebe dich.&#8221; Er hielt seinen Teddyb\u00e4ren fest an seine Brust, als er weinte.<\/p>\n<p>Fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen wachte der Junge auf und setzte sich auf sein Bett. Er rieb sich die Augen und legte die F\u00fc\u00dfe auf den kalten Boden. Er h\u00f6rte ein Ger\u00e4usch wie von einem Sturz im anderen Zimmer. Er sprang aus dem Bett und lief ins Wohnzimmer. Er sah seine Mutter in der Mitte des Zimmers stehen. Ihre Kaffeetasse lag auf dem Boden in Scherben. Sie stand da und starrte auf die Ecke, wo der alte Holzofen war.<\/p>\n<p>\u201eWoher sind alle diese Dinge gekommen?\u201c fragte sie, als sie sich zu dem kleinen Jungen wandte. Der Weihnachtsstrumpf war voll von S\u00fc\u00dfigkeiten und Spielsachen und sogar ein gro\u00dfer Laib Brot lag auf dem alten Holzofen. Der kleine Junge stand dort in Verwunderung. \u201eDu hast diese Dinge nicht gestohlen. Oder doch?\u201c fragte sie besorgt.<\/p>\n<p>\u201eNein Mutti!\u201c sagte er zu seiner Verteidigung. In diesem Moment schaute der kleine Junge aus dem Fenster und sah den alten, rot gekleideten Mann von dem Weihnachtsmarkt. \u201eSchau aus dem Fenster!\u201c rief er aus. Sie drehte sich zum Fenster. Der alte Mann stand auf der Stra\u00dfe und winkte. Er l\u00e4chelte breit und rief: &#8220;Frohe Weihnachten!&#8221; Sie stand da, staunte und schaute zu dem kleinen Jungen. Eine Tr\u00e4ne rollte \u00fcber ihr Gesicht, sah den kleinen Jungen an und l\u00e4chelte. Sie umarmte ihn fest. &#8220;Frohe Weihnachten, Mama&#8221; sagte er, als sie sich umarmten.<\/p>\n<p>\u201eFrohe Weihnachten mein Sohn\u201c sagte sie und k\u00fcsste ihn auf die Oberseite seines Kopfes. Drau\u03b2en begann der Schnee leise zu fallen, und es war sicherlich ein sehr frohes Weihnachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Nancy Etzkorn Der Wind blies durch die Stra\u03b2en in einer kalten Nacht in diesem Winter. Die Sonne war gerade untergegangen, und entz\u00fcndete Kerzen gl\u00e4nzten in den Fenstern der hohen Stadtgeb\u00e4ude. 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